Geschichte

Die Geschichte der Trompete lässt sich bis in die vorgeschichtliche Zeit zurückverfolgen. In außereuropäischen Ländern sind Funde aus dem 4. Jahrtausend vor Christus bekannt. Durch die Kreuzzüge kam die Trompete nach Europa, wo sie im 12. Jahrhundert als Busine auftaucht, die einen langgestreckten Körper hat.
Im 16. Jahrhundert entstand aus ihr die Naturtrompete, deren Röhre verlängert und gebogen wurde, damit auch tiefere Töne spielbar waren. Aus den verschiedenen Größen hat sich im 15. Jahrhundert eine bügelförmige Standardrohrlänge von 120 cm gebildet. Bis 1300 konnte man mit den Trompeten nur vier Naturtöne spielen, ab 1400 waren sechs bis acht möglich. Während vorher nur einzelne Töne gespielt wurden, fing man im 16. Jahrhundert an, Melodien zu spielen, auch wenn nur die Naturtöne zur Verfügung standen.
Am Ende des 18. Jahrhunderts wurden an den Trompeten Klappen, Züge und Stimmbögen angebracht, damit der Tonumfang chromatisch erweitert werden konnte. Als um 1820 das Pumpventil und damit die Ventiltrompete entstand, wurde die Trompete voll melodiefähig. Im Mittelalter wurde die Trompete häufig an Höfen als Signalinstrument verwendet. Seit dem 17. Jahrhundert haben viele Komponisten virtuose Trompetenwerke geschrieben.


Charakteristika

Eine Trompete hat eine zylindrisch-konische Röhre mit enger Mensur aus Metall. Verwendet werden in erster Linie Messing, Goldmessing oder Neusilber. Der Klang ist sehr hell und strahlend. Bei der Tonerzeugung wirken die Lippen des Bläsers wie Gegenschlagzungen. Dadurch wird der Ton, der der Lippenfrequenz am nächsten liegt, zum klingen gebracht. Das Mundstück hat eine halbkugelige Form.
Die Trompete hat drei Ventile, die entweder Pump- oder Drehventile sein können. Es gibt neben diesen Arten auch die Umschaltventile, die es ermöglichen, das Instrument für längere Zeit umzustimmen. Die heute gebräuchliche Trompete in B hat neben drei Zylinderventilen auch ein Stellventil nach A. Ihr Tonumfang reicht von es bis d3, der optimale Klangbereich liegt zwischen f und f2.
Neben der Trompete in B gibt es die Kleine Trompete, die für extrem hohe Stellen verwendet wird, die Jazztrompete, die Aidatrompete, die extra für Giuseppe Verdis Oper gebaut worden ist, die Alt- und die Basstrompete.

Ähnliches Instrument : Flügelhorn, mit einem weicheren Ton.





"Das Schädliche an den Blechinstrumenten liegt in der Tatsache, dass sie die Lungen stärken und damit das Leben der Musikanten verlängern."